Die Familie Da Ponte ist ein ruhmreiches Geschlecht mit dem Streben nach Erlesenheit und Kunst. Destillationskunst, aber auch Kunst als Musik, Schauspielerei und Lichterglanz der Bühne, die in Lorenzo Da Ponte zu ihrem erhabensten Ausdruck findet. Er war - eigentlicher Name Emanuele Conegliano (Ceneda 1749 – New York 1838) - Dichter und Literat, der vor allem durch die Libretti für drei große Opern von Mozart berühmt wurde: „Le nozze di Figaro“ (1786) nach einer Komödie von Beaumarchais, „Don Giovanni“ (1787), zu dem Giacomo Casanova einen Beitrag leistete und „Così fan tutte“ (1790). Nachdem er gezwungen war, zuerst Wien, dann London zu verlassen, gelangte er nach New York, wo er anfänglich italienische Literatur am King’s College (heute Columbia University) lehrte. Die Kunst des Destillierens ist eine Liebhaberei, der er gemeinsam mit seinen Studenten und einem italienischen Weinexperten nachgeht. Fast achtzigjährig, veröffentlicht er seine Memoiren in drei Bänden und wird amerikanischer Staatsbürger. 1838 erhält Lorenzo Da Ponte, der als berühmte Persönlichkeit angesehen wird, ein Staatsbegräbnis, ein Privileg, das nur wenigen zuteil wird.